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Solaranlagen Elektrotechnik NotDienst Reparatur

Wie funktioniert eine netzgekoppelte Solar- Stromanlage?

Ein aus mehreren zusammengeschalteten Solarmodulen bestehender Solargenerator erzeugt aus der Sonnenenergie Gleichstrom.
Dieser wird durch ein sogenanntes Netzkopplungsgerät - Wechselrichter - in netzkonformen Wechselstrom umgewandelt und direkt in das mit dem öffentlichen Stromversorgungsnetz verbundene Hausnetz eingespeist. Hier versorgt er alle angeschlossenen Verbraucher, wie Hausgeräte, Lampen usw. Bei nicht ausreichendem Solarstromangebot wird automatisch zusätzliche Energie aus dem öffentlichen Netz bezogen, um den Betrieb der angeschlossenen Geräte sicherzustellen.
Überschüssiger Solarstrom, den man nicht für den eigenen Verbrauch benötigt, wird direkt ins öffentliche Netz eingespeist und steht somit anderen Stromabnehmern zur Verfügung. Ausser dem im Haushalt bereits installierten Elektrizitätszähler für die aus dem öffentlichen Netz bezogene elektrische Energie benötigt man einen zusätzlichen Einspeisezähler. Er dient als Basis für die Vergütung der ins öffentliche Netz eingespeisten Solarenergie durch das Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU).
Bei dezentralen PV-Systemtechnik werden mehrere in Reihe geschaltete Solarmodule - sogenannte Strings - zur Erhöhung der Leistung in einem Verteiler parallel geschaltet und dann einem gemeinsamen Wechselrichter zugeführt, der seinen Platz zum Beispiel im Keller des Hauses hat.
Diese Technik erfordert eine aufwendige Gleichstromleitungsverlegung und Gleichstromverteilung. Bei der modularen Systemtechnik, werden die in Reihe geschalteten Solarmodule direkt mit dem Wechselrichter verkabelt. Diese kann seinen Platz an beliebiger Stelle innerhalb der vorhandenen 230 V-Verteilung haben, sinnvoller weise natürlich in der Nähe der Module, zum Beispiel auf dem Dachboden, in der Garage, ja sogar im Freien.
Die PV-Gleichspannung wird damit in der Energieaufbereitungskette frühestmöglich in Wechselspannung umgesetzt. Gleichstromverteilung und Gleichstromhauptleitungen sind nicht nötig. Das bedeutet einfache Planung und Installation sowie niedrigere Kosten für die gesamte Anlage. Der Installateur kann auf bewährte, für Wechselspannung übliche Techniken zurückgreifen. Zudem zeichnet sich das System durch hohen Wirkungsgrad aus.
Für den Benutzer ist ferner wichtig, dass auch kleinste Anlagengrößen zum Beispiel 300 bis 500 W bereitgestellt werden können und dass sich die Anlage im Baukastensystem beliebig erweitern lässt.
So ist ein Schrittweiser, kostengünstiger Aufbau einer Solaranlage Modul für Modul möglich.